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Freitag, 6. Oktober 2017

Zu wenig Fahrgäste in Bahnen der Linie 4?

Der Steuerzahlerbund übt scharfe Kritik an der schon abgeschlossenen Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 nach Lilienthal. Demnach waren die Prognosen der Fahrgastzahlen zu optimistisch: Statt knapp 5.000 Menschen würden täglich nur etwas mehr als die Hälfte die Linie nutzen. Auch die Kosten seien mit gut 70 Millionen deutlich höher ausgefallen als veranschlagt, kritisiert der Verband.

Laut Steuerzahlerbund muss Bremen dringend Busse und Straßenbahnen anschaffen. Für 70 Millionen hätten Sie 200 ordentliche neue Busse anschaffen können. Es hätte auf der Strecke auch gereicht, einen Busverkehr einzurichten. Eine echte Zeitersparnis können die Bürger auch nicht feststellen.

BSAG-Sprecher Jens-Christian Meyer kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Der Bund der Steuerzahler habe mit Zahlen gearbeitet, deren Herkunft unbekannt sei. Es habe sich niemand nach den Fahrgastzahlen erkundigt. Es sollen rund 4.500 Ein- und Aussteiger pro Wochentag sein, mit steigender Tendenz. Seiner Meinung nach ist die Sicht des Steuerzahlerbundes zu eindimensional. So werde in der Bewertung außer Acht gelassen, wie positiv der Effekt auf den Einzelhandel und den Grundstücksmarkt in Lilienthal sei.

Aus dem Verkehrsressorts verlautete, dass Bremen als Oberzentrum in der Region ein gut ausgebautes Straßenbahn-Netz benötige.