Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Gedanken über "Moorlinsen" Google+

Samstag, 20. Januar 2018

Gedanken über "Moorlinsen"

Wenn sich von Sand umschlossene Moorschichten unter der Fahrbahn ausdehnen, dann nennt man das "Moorlinsen". Bei hohen Wasserständen saugt sich die Torfschicht voll Wasser und wird weich, bei Trockenheit mit niedrigem Wasserstand zieht sie sich zusammen und wird hart. So entstehen die für Moorstraßen typischen Versackungen. In solchen Fällen wird der Moorboden aus dem Unterbau geholt und gegen Kies ausgetauscht. Das sind aufwendige und kostspielige Arbeiten. Und das heisst noch lange nicht, dass nicht genau an den gleichen Stellen nach drei, vier Jahren wieder "Moorlinsen" auftreten.

Erstaunlicherweise passiert das, was die anderen Strassen der Gemeinde oder Kreises in jedem Winter erneut trifft, nicht. In der Fahrbahndecke bilden sich keine Schlaglöcher, denen man beim Wachsen zusehen kann. Über Moorlinsen bleibt die Fahrbahn immer schön wellig, es gibt kaum Frostschäden. Allerdings ist das natürlich auch mit Gefahren verbunden, insbesondere in Kurven. Wir können froh sein, dass die besondere Spezies der Moorlinse, nämlich die "wandernde Moorlinse", hier sehr selten auftritt. Auch für die ganz normale und alltägliche Moorlinse in dieser Gegend hat bislang noch niemand nach dem Artenschutz gerufen.