Google+ Adolphsdorf - Das freundliche Dorf im Teufelsmoor: Über Adolphsdorf Google+

Über Adolphsdorf

Gründung: Adolphsdorf wurde im Jahre 1800 vom "Moorkommissarius" Jürgen Christian Findorff im Rahmen der Moorkolonisation des Teufelsmoores gegründet.

Name: Benannt wurde Adolphsdorf nach Prinz Adolph Friedrich von Großbritannien, Irland und Hannover, 1. Duke of Cambridge.

Lage: Das Dorf Adolphsdorf liegt am Rande des Teufelsmoors, einer weithin kultivierten, aber auch naturbelassenen Moorlandschaft. Es gehört als Ortsteil zur Gemeinde Grasberg im Landkreis Osterholz- Scharmbeck (Autokennzeichen: OHZ), ca. 14,56 km nordlich von Bremen. Adolphsdorf ist eines der typischen, langgestreckten Moordörfer mit rund 5,3 km Länge, die der Moorkommissarius J.Chr. Findorff vor rund 200 Jahren erdacht hat. Den u.a. wegen seiner Künstlervergangenheit und - gegenwart bekannten Ort Worpswede kann man bequem zu Fuß (mit etwas Zeit), mit dem Fahrrad (dann möglichst ohne Gegenwind) oder mit dem Auto erreichen. Aber wer macht sich schon auf den Weg nach Worpswede, wenn er erst einmal in Adolphsdorf ist?

Wenn man mit Google Earth auf Reisen geht, ist man mit einem Augenzwingern über Adolphsdorf hinweggeflogen...... Aber Adolphsdorf ist mehr:

Die "Freiwillige Feuerwehr Adolphsdorf" vertritt den Gemeinsinn des Dorfes in ganz praktischer und handfester Weise. Sie ist, wenn es mal brennen sollte, als erste zur Stelle und hilft. Das hohe Ansehen der freiwilligen Helfer beruht nicht nur auf den vielen gewonnenen Feuerwehrwettbewerben, sondern in erster Linie auf dem guten Ausbildungsstand und der Erfahrung in der Brandbekämpfung.

Der Kahlschlag in der Landwirtschaft hat auch in Adolphsdorf Spuren hinterlassen. Es gibt nur noch wenige echte Bauern. Das wirtschaftliche Bild muß sich ändern - und es verändert sich bereits. Besucher aus Nah und Fern können sich z.B. auf Kutschfahrten durch die Moorlandschaft freuen und sicher wird der Schützenhof auch wieder ein Anziehungspunkt für Ausflügler. Adolphsdorf, das echte Dorf, hat etwas zu bieten! Hier finden stress-geplagte Stadtleute Ruhe und frische Luft und eine Nachbarschaft, die aufgeschlossen, hilfsbereit und aktiv ist. Kinder können Natur in "echt" erleben, Kühe, Schweine, Ziegen, Pferde und Ponies zum Anfassen. Gasthöfe laden zum Verweilen und Plaudern ein. Ach ja, das Plaudern macht allen Spaß - "up Platt" natürlich. Fremde bleiben nicht lange fremd. Genießen Sie geruhsame Kutschfahrten oder lassen Sie sich im Heuhotel Hof Berger verwöhnen! Erleben Sie Natur pur!

In ganz Norddeutschland - und auch in Bayern! - kennt man die Adolphsdorfer Torfschiffer. Torf, der hier im Moor reichlich gewonnen wurde, war bis Anfang des letzten Jahrhunderts die Haupteinnahmequelle der Moorbauern. Aber der Torf musste auch dort hin, wo er graucht wurde - nach Bremen. Der Transport erfolgte auf den typischen Lastkähnen dieser Gegend über die Semkenfahrt, die Hamme oder Wümme und die Bremer Kanäle (Fleete). Heute können Interessierte und Ausflügler die Adolphsdorfer Torfschiffer "chartern" und während einer geruhsamen oder auch sangesfrohen Schiffsfahrt die Gegend von der "Wasserseite" her kennenlernen.

Adolphsdorf hat den vielen Wechselfällen des Schicksals, wie Krieg, Inflation, Eingemeindung und Mißernten, getrotzt und daher werden mit Stolz die Traditionen hochgehalten. "Den ersten sin Dod, den tweeten sin Not, den dritten dat Brot!" - Diese Weisheit aus den Anfangstagen der Moorkolonisation prägte den Zusammenhalt, den auch der sagenumwobene "Amtmann Schröter" aus Lilienthal auf der Flucht vor Napoleon zu schätzen wußte.

Übrigens, recht interessant und informativ ist der Beitrag bei Wikipedia über die Gemeinde Grasberg.